Orgel - Maria Hilf

Gut fünf Jahre nach der Kirchenweihe konnte die von der Firma Gebr. Sandtner in Steinheim/Dillingen gebaute Orgel aufgestellt und am 25.10.1959 eingeweiht werden. Die Schleifladenorgel mit elektropneumatischer Spiel- und Registertraktur befindet sich auf der Westempore mit einem symmetrischen Freipfeifenprospekt nach einem Entwurf des Architekten der Kirche, Thomas Wechs. Sie hat 29 Register, die auf drei Manuale und Pedal verteilt sind. Der Spieltisch steht frei, mittig an der Emporenbrüstung mit Blickrichtung des Spielers zum Orgelprospekt.

Während des Festgottesdienstes zum Patrozinium im Juni 2016 versagte die Orgel plötzlich. Wegen akuter Brandgefahr wurde der weitere Betrieb untersagt. Bei einer Begutachtung durch Sachverständige wurde festgestellt, dass das Werk neben dem Versagen der schwachstromelektrischen Anlage auch weitere technische und klangliche Probleme aufzeigt. Es wurden außerdem starke Verschmutzungen und an einigen Stellen Schimmelbefall festgestellt.

Der Wunsch, die Orgel zu renovieren und wieder in Stand zu setzen, erschien wegen der hohen Kosten zunächst unerreichbar. Nach intensiven Beratungen konnte die Kirchenverwaltung ein realisierbares Projekt vorstellen, das die Erneuerung des Spieltisches, Elektrik, Windversorgung, Reinigung und eine neue Intonierung beinhaltete. Damit war es möglich, die Sanierung anzugehen. Die Arbeiten wurden von den Orgelbauern Martin Geßner, Weißenhorn, und Christoph Keinert, Zusmarshausen, ausgeführt. Dabei stand Pater Stefan Ulrich Kling O.PRAEM, Leiter des Amtes für Kirchenmusik sowie Orgel- und Glockensachverständiger der Diözese Augsburg, beratend zur Seite. Rund vier Jahre nachdem die Orgel verstummte, erklang sie am 15.08.2020, dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, wieder. Mit einem Festgottesdienst wurde der Abschluss der Arbeiten feierlich begangen und der sanierten Orgel erneut der kirchliche Segen zugesprochen.

Die Disposition der Orgel:

  1. Manual: Hauptwerk (C-g‘‘‘):
    • Bordun 16‘
    • Principal 8‘
    • Flöte 8‘
    • Octave 4‘
    • Superoctave 2‘
    • Mixtur 4-fach
    • Trompete 8‘
  2.  Manual: Positiv (C-g‘‘‘):
    • Holzgedeckt 8‘
    • Rohrflöte 4‘
    • Waldflöte 2‘
    • Quinte 1 1/3‘
    • Octävlein 1‘
    • Cymbel 3-fach
    • Rohrschalmey 8‘
    • Tremulant
  1. Manual Schwellwerk (C-g‘‘‘):
    • Rohrgedeckt 8‘
    • Salicional 8‘
    • Schwebung 8‘
    • Principal 4‘
    • Quinte 2 2/3‘
    • Blockflöte 2‘
    • Terz 1 3/5‘
    • Scharff 4-fach
    • Helle Trompete 8‘
    • Tremulant
  1. Pedalwerk (C-f‘):
    • Principal 16‘
    • Subbass 16‘
    • Octavbass 8‘
    • Choralbass 4‘
    • Rauschbass 3-fach
    • Posaune 16‘

Koppeln: II-I, II-I Sub, III-I, III-I Sub, III-I Super, I Sub, III-II, III-II Sub, III-II Super, II Sub, III Sub, III Super, I-Ped, II-Ped, III- Ped, III-Ped Super, Quintkoppel/Ped

Schwelltritt für das III. Manual, Crescendowalze, freie Setzerkombination